Hast du dich schon mal gefragt, wie du aussiehst, wenn du absolut gar nichts tust?
Wenn du nicht für ein perfektes Foto lächelst, keine Pose einnimmst und für einen Moment jede gesellschaftliche Rolle und Erwartung abstreifst?
In der Fotografie versuchen wir oft, uns von unserer Schokoladenseite zu zeigen – doch die kraftvollsten Bilder entstehen, wenn genau diese Maske fällt. Erst wenn wir alles Überflüssige konsequent weglassen, wird die wahre Essenz eines Menschen sichtbar.
Wenn ich mich für einen Bild-Stil entscheiden müsste, dann wären es die ganz schlichten Portraits. Die mit ganz neutralem Gesichtsausdruck, neutraler Pose, neutralen Farben und neutralem Hintergrund. Inspiriert von der Musik nenne ich sie Minimal. (Ich liebe Minimal Electro!)
Meist entstehen diese Portraits am Ende einer Session. Wenn wir alles, was wir vorhatten, schon im Kasten haben und mein Gegenüber sich entspannt. Manche entstehen sogar unbeabsichtigt zwischendurch, während ich die Kameraeinstellungen checke.
Und ohne Übertreibung: ich liebe jedes einzelne davon! Wenn ich sie zeige, komme ich ins Schwärmen und bekomme Gänsehaut und glänzende Augen. Warum? Weil sie ehrlich sind! Reduziert auf das Wesentliche. Nichts mehr, was ablenkt. Kein Ziel, keine Absicht, kein Posieren. Einfach nur sein!
Lass sie auf dich wirken. Am besten auf einem großen Bildschirm, denn sie haben mehr Raum verdient als das Handydisplay.
Meine Freundin fragte mich: „Warum sollte man solche Fotos von sich machen lassen?“
Weil sie schön sind. Weil sie Zeitdokumente sind, wofür deine Eltern, deine Kinder, deine Freunde und dein älteres Ich dankbar sein werden. Weil sie dich so zeigen, wie du bist. So wie du dich selten, vielleicht sogar noch nie gesehen hast. Ich gebe dir den Raum, so zu sein, wie du bist - abseits von irgendwelchen Erwartungen.
Wie bist du, wenn du einfach nur bist?
Lass es uns gemeinsam herausfinden.