Der Anfang des Jahres war von Haussanierung und Umzug geprägt. Fast ein Jahr lang konnte ich kaum kreativ sein und es hat mir total gefehlt. Das hat sich in der zweiten Jahreshälfte geändert. Hier fasse ich meine Highlights zusammen.
Inhalt:
Was macht das Foto-Business?
Es wächst! Im Vergleich zu 2024 habe ich 2025 mit etwa gleich vielen Fotoprojekten mehr Geld verdient. Das ist auch gut so, denn ich merke: Mehr Fotoprojekte sind nicht drin.
 
Im Hintergrund drehe ich ständig an Stellschrauben und das zeigt Wirkung.
Was konkret:
- Bei manchen Produkten habe ich die Preise angehoben und das werde ich am Anfang des Jahres wieder tun.
- Durch bessere Kommunikation buchen die meisten Kunden teurere Produkte. Denn Überraschung: die meisten brauchen doch nicht „nur ein Foto“.
- Ich mache weniger „umsonst“. Wenn ich etwas Neues ausprobiere, gibt es eher einen Aktionspreis als ein unbezahltes Shooting.
 
Dieses Jahr haben Casualportraits mehr Anteil am Umsatz. Letztes Jahr hatte ich 5 Familien- oder Paarportraits. Dieses Jahr waren es 14. Darunter waren auch meine neuen Lieblingsportraits:
 
Closeups im Grünen
 
Wie es zu der Idee kam:
Meine geliebten Closeups – also Nahaufnahmen vom Gesicht – sind bisher immer im Studio entstanden. Doch im Sommer hatte ich keine Lust auf das Studio. Und ich habe mich gefragt: wie kann ich ausdrucksstarke Closeups auch draußen fotografieren?
Die ersten Versuche bei mir im Garten waren einfach umwerfend! Mit einer Mischung aus der richtigen Pose, der richtigen Lichtsetzung und einer überraschenden Anleitung entstehen ehrliche Portraits, die ich im Nachhinein in Schwarz/Weiß bearbeite.
Kaum habe ich das Konzept herausgetüftelt, war die Draußen-Saison vorbei. Doch im Frühling wird die Serie unbedingt weitergeführt!
 
 
Und kaum habe ich gedacht: „MINIMAL bucht niemand!“ haben zwei wunderbare Frauen sich für genau diese Art von Session entschieden, weil es perfekt für eine Sedcard geeignet ist.
Im neuen Jahr will ich meine Webseite etwas umbauen und die Angebote etwas klarer und konkreter herausarbeiten.
 
MINIMAL Portraits
Perfekt geeignet für Sedcards
Brauchst du sogenannte "Polas", weil du ein Model werden willst? Oder Portraits in einer neutralen Umgebung, um dich als angehende Schauspielerin bei Agenturen vorzustellen? Dann sind meine MINIMAL Portraits die richtige Wahl.
 
Es kristallisiert sich für mich heraus, dass ich am liebsten 1:1 fotografiere. Meine Zweifel erreichten ihren Höhepunkt, als ich im September zwei Neugeborenensessions an einem Tag fotografiert habe.
Seitdem passe ich meine Kommunikation an, damit klar ist: was biete ich an und was können andere viel besser als ich – z.B. Babyfotos im Nestkörbchen. Und nun freue ich mich über jede Absage. Denn bei Absagen haben die Erwartungen eh nicht zu meinen Leistungen gepasst.
 
Mehr Bestätigung und Klarheit in der Hinsicht lieferte ein Workshop bei der befreundeten Fotografin @lulugraphie.family
Dort durfte ich an Luisas Seite eine Mutter mit 2-jährigen Zwillingen fotografieren.
Das zeigte mir: ein Familienshooting jenseits von Posen und Erwartungen macht mir am meisten Spaß.
Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wie ich die richtigen Kunden anziehe, die genau das wollen und wie ich sie anleite, damit sie genau das bekommen!
Und eine letzte Sache will ich noch erzählen:
Ich arbeite an einem E-Book für Unfotogene und Kamerascheue.
Viele meiner Kunden fühlen sich unwohl vor der Kamera. Mit den richtigen Anleitungen, einer lockeren Atmosphäre und Zeit schaffe ich es, ihre Unsicherheiten abzubauen.
Doch manchmal reicht eine halbe oder ganze Stunde nicht aus. Einmal hat eine Kundin einen Termin für ein Closeup im Grünen bei mir abgesagt, weil sie sich einfach nicht überwinden konnte.
Und dann stand mein Entschluss fest: ich möchte solchen Menschen helfen. Ich fasse meine Tipps und Anleitungen, die ich bei meinen Kunden anwende, systematisch in einem Dokument zusammen. Mit vielen Beispielen, Anregungen und Übungen.
16 Seiten sind schon fertig. Für einen kleinen Preis, der noch nicht feststeht, kann es später erworben werden. Von kamerascheuen Menschen, die sich nicht zu einem Fotoshooting überwinden können aber wollen.
Solltest du Interesse haben, hinterlasse mir eine Nachricht und ich lasse dich wissen, wenn es fertig ist – unverbindlich natürlich.
Ausblick
Was ich mir vornehme:
- E-Book für Unfotogene zu Ende schreiben
- Angebote konkretisieren und die Webseite entsprechend umbauen
- die richtigen Kunden anziehen
- mehr Closeups im Grünen!
- Selbst eine Portraitfotografin buchen (ich hab schon eine im Blick)
Was ich mich nicht traue, mir vorzunehmen:
DEEP Portrait! Das Projekt dümpelt vor sich her. Im Mai 2024 gab es eine Probesession, die jedoch bisher unveröffentlicht geblieben ist. Klar, die Haussanierung und der Umzug haben mich kreativ ausgebremst. Aber tief in mir drin weiß ich: das ist nur eine Ausrede. Zu groß sind meine Zweifel. Das braucht keiner! Wie soll ich das verkaufen? Es wird zu teuer! Wie finde ich die richtigen Kunden dafür? Es erfordert viel Mut zur Verletzlichkeit – sowohl von mir als auch dem Menschen vor der Kamera.
Die Closeups im Grünen sind ein kleiner Lichtblick, denn sie gehen zumindest ein bisschen in diese Richtung, weil sie Nähe erfordern. Ich will mich nicht unter Druck setzen oder es erzwingen. Zwei kleine Schritte will ich mir trotzdem vornehmen: Das Portrait von Mai 2024 endlich veröffentlichen und ein anderes fotografieren, was schon seit fast einem Jahr in meinem Kopf schlummert. Sei gespannt und sende mir Mut!
Danke für dein Interesse an meiner Arbeit. Für mich ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Es bleibt spannend! Willst du mir etwas mitteilen?